Hanflabyrinth nimmt am Internationalen Jahr der Naturfaser teil
Einfach und ohne Agro-Chemiekalien anzubauen, wird Hanf zunehmend in Textilen, Autoverkleidungen und faserverstärkten Kunststoffen, sowie durch “Kottonisierung” für Kleidung genutzt. Für das Jahr 2009 hat die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen ein spezielles Informationsprogramm aufgelegt. Das “Internationale Jahr der Naturfaser“, bei dem Hanf eine grosse Rolle spielt.
Das Hanflabyrinth nimmt an diesem Jahr teil und informiert vor Ort in Berlin-Baumschulenweg auf spielerische Art und Weise über die Nutzen der Pflanze Hanf.
Lang, Reissfest und haltbar: Das ist die Hanffaser. Sie enthält bis zu 70% Cellulose und wenig an Lignin (etwa 8-10%). Der Faserdurchmesser reicht von 16 bis 50 micron. Hanffaser wiedersteht Hitze, trocknet gut, ist schimmelabweisend und blockiert ultraviolettes Licht. Die kürzeren, hölzernen Kernstücke (“Schäben” genannt) enthalten höhere Anteile an Lignin. (CNR-ISMAC, Biella, Italien)
Info-Film zum IYNF, dem Internationalen Jahr der Naturfaser
Produzenten von Hanffasern

Weltweit wird in China am meisten Hanf produziert. Kleinere Mengen werden in Europa, Chile und der demokratischen Republik Korea angebaut. In der Europäischen Union wird Hanf auf etwa 15.000 ha Land angebaut. Hauptproduzenten sind hier Frankreich, Deutschland und Grossbritannien.
Hersteller und Handel

Zwischen 2000 und 2006 wuchs die weltweite Hanffaserproduktion von 50.000 Tonnen auf nahezu 90.000 Tonnen, gut die Hälfte davon wurde in China hergestellt. Die Produktion in der EU waren 23.000 Tonnen. China ist der größte Exporteur von Hanftextilien, hauptsächlich nach Europa und Nordamerika. In diesen Kontinenten wächst die Nachfrage nach Hanftextilien unentwegt. China exportiert auch Hanfbasierte Faserverbundstoffe.
Dies, und weitere Informationen zu anderen Naturfasern befindet sich auf der (leider englisch-sprachigen) Webseite des Internationalen Jahres der Naturfaser.
